Leitbild des WAKK

Westerwälder Arbeitskreis für Krisen- und Katastrophen-Vorsorge (WAKK)

1. Selbstverständnis

Der Westerwälder Arbeitskreis für Krisen- und Katastrophen-Vorsorge (WAKK) ist eine offene, ehrenamtlich getragene Bürgerinitiative im Westerwald und angrenzenden Regionen. Ziel ist es, Menschen, Vereine, Initiativen und Fachkundige zusammenzubringen, um Krisen- und Katastrophen-Vorsorge praxisnah zu stärken und die Resilienz der Region zu fördern.

Der WAKK ist keine Einsatzorganisation und versteht sich nicht als Konkurrenz zu Behörden oder den Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS). Der WAKK wirkt ergänzend durch Bildung, Vernetzung und praktische Vorbereitung.

2. Träger- und Netzwerkstruktur

Der WAKK ist aktuell angebunden an den Waldritter-Westerwald e.V. als federführenden Initiator und organisatorischen Träger. Der Waldritter-Westerwald e.V. ist gemeinnützig anerkannt, Träger der freien Jugendhilfe und hat Volksbildung als Satzungszweck verankert und anerkannt.

Der WAKK arbeitet als Netzwerk. Kooperationen mit weiteren Akteuren werden aufgebaut; folgende Partner sind derzeit angefragt bzw. im Austausch:

  • THW Helferverein Westerburg
  • DARC OV F74 Südlicher Westerwald

Weitere Organisationen, Initiativen, Kommunen, Einrichtungen und engagierte Bürgerinnen und Bürger sind ausdrücklich eingeladen, mitzuwirken.

3. Auftrag und Ziele

Der WAKK verfolgt insbesondere folgende Ziele:

3.1 Bürgernahe Vorsorge stärken

  • verständliche, alltagstaugliche Informationen zur Vorsorge vermitteln
  • konkrete Handlungsfähigkeit fördern (z. B. Bevorratung, Wasser, Wärme, Hygiene, Dokumente, Nachbarschaftshilfe)
  • praktische Fähigkeiten trainieren (z. B. einfache Selbsthilfemaßnahmen wie Sandsack-Nutzung im angemessenen Rahmen)

3.2 Resiliente Kommunikation unterstützen (Notfunk & Krisenkommunikation)

  • Wissen und Fähigkeiten zur Kommunikation jenseits von Internet und Mobilfunk fördern
  • Konzepte für bürgernahe Krisenkommunikation diskutieren, erproben und in geeigneter Form vermitteln
  • besondere Berücksichtigung: Familien von ehrenamtlich im Krisenfall eingesetzten Helferinnen und Helfern, damit Verbindung und Lageaustausch möglich bleiben

3.3 Vernetzung im Westerwald fördern

  • lokale Akteure („Ortsstrukturen“, „Leuchttürme“) verknüpfen, damit Hilfe zur Selbsthilfe und Informationsfluss im Alltag bereits erprobt sind
  • Kooperationen aufbauen, Doppelarbeit vermeiden, vorhandene Kompetenzen sichtbar machen

3.4 Unterstützungsangebote für Kommunen, Behörden und Einrichtungen ermöglichen

  • als Ansprechpartner für Vorsorge-Bildung und Netzwerkbildung zur Verfügung stehen
  • bei Bedarf Bildungs- und Informationsformate gemeinsam planen (z. B. öffentliche Abende, Schulungen, Aktionstage), ohne Zuständigkeiten von Behörden/BOS zu berühren

4. Grundsätze

Der WAKK verpflichtet sich zu folgenden Grundsätzen:

Unpolitisch und ideologiefrei

Der WAKK ist eine bürgernahe Initiative ohne parteipolitische Ausrichtung. Extremismus, Diskriminierung und Ideologisierung haben keinen Platz.

Ergänzend, nicht konkurrierend

Der WAKK ersetzt keine BOS-Strukturen, keine Notrufwege und keine behördlichen Zuständigkeiten. Der Fokus liegt auf Vorsorge, Bildung und Vernetzung.

Niedrigschwellig und praxisorientiert

Angebote sollen verständlich, umsetzbar und auf die Lebensrealität der Menschen im Westerwald zugeschnitten sein.

Transparenz und Verantwortung

Ziele, Strukturen und Partnerschaften werden nachvollziehbar dargestellt. Der WAKK achtet auf verantwortungsvolle Kommunikation, Datenschutz und Sicherheitsaspekte.

Kooperativ und respektvoll

Zusammenarbeit basiert auf gegenseitigem Respekt, klaren Rollen und verlässlicher Abstimmung.

5. Arbeitsweise und Aufbau

Der WAKK arbeitet als Arbeitskreis: offen, modular und beteiligungsorientiert.

5.1 Gremien und Rollen (Grundstruktur)

  • Koordination / Sprecherkreis: Abstimmung der Aktivitäten, Schnittstelle zum Träger und zu Partnern
  • Themenbezogene Arbeitsgruppen (je nach Bedarf), z. B.:
    • Vorsorge & Selbsthilfe (Informationsmaterial, praktische Tipps, lokale Anpassung)
    • Resilienzkommunikation / Notfunk (Schulungen, Demonstrationen, Konzepte)
    • Öffentlichkeitsarbeit & Materialien (Handouts, Veranstaltungsinfo)

Hinweis: Der konkrete Zuschnitt der Arbeitsgruppen wird nach Bedarf fortgeschrieben und transparent kommuniziert.

5.2 Ehrenamtliche Grundlage

Die Arbeit im WAKK erfolgt ehrenamtlich. Beiträge und Mitarbeit sind willkommen; Teilnahme ist grundsätzlich ohne Verpflichtung möglich. Einzelne Aufgaben (z. B. Moderation, Referate, Materialpflege) werden nach Verfügbarkeit und Qualifikation verteilt.

6. Partizipation und Mitwirkung

Mitmachen ist auf unterschiedlichen Ebenen möglich:

  • Zuhören & Lernen: Teilnahme an Infoabenden, Workshops, Übungen
  • Mithelfen: Organisation, Aufbau, Material, Kommunikation, Dokumentation
  • Fachlich beitragen: Kurzvorträge, Schulungen, Praxisdemonstrationen, Konzeptarbeit
  • Ortsstruktur stärken: Ansprechpartner vor Ort werden und lokale Vernetzung unterstützen
  • Partnerschaftlich kooperieren: Vereine, Einrichtungen, Kommunen und Betriebe können Formate unterstützen, Räume bereitstellen oder Expertise einbringen

7. Angebote (Beispiele)

Der WAKK bietet bzw. initiiert – je nach Ressourcen und Partnerlage – Formate wie:

  • Bürgerinfo-Abende zur Krisen- und Katastrophen-Vorsorge (alltagstauglich, praxisnah)
  • Workshops/Schulungen (z. B. Bevorratung, Wasser, Wärme, Hygiene, Dokumente; praktische Selbsthilfe wie Sandsack-Nutzung im geeigneten Rahmen)
  • Notfunk-Demonstrationen und Schulungen in Kooperation mit Funk-Fachpartnern
  • Train-the-Trainer-Ansätze, damit lokale Multiplikatoren Inhalte weitergeben können
  • Übungs- und Planspielformate zur Erprobung von Abläufen (ohne BOS-Einsatzrollen)

8. Abgrenzung und Zusammenarbeit mit BOS/Behörden

Der WAKK

  • ist kein Notrufersatz und übernimmt keine hoheitlichen Aufgaben
  • betreibt keine Einsatzleitung und keine BOS-typischen Alarmierungs- oder Führungsstrukturen
  • strebt eine saubere, respektvolle Zusammenarbeit an: Bildung und Bürgerbefähigung als Ergänzung, abgestimmt und transparent

9. Unterstützung und Ressourcen

Unterstützung ist möglich durch:

  • ehrenamtliche Mitarbeit
  • Bereitstellung von Räumen/Materialien
  • fachliche Beiträge/Referate
  • Spenden/Sponsoring im Rahmen der Möglichkeiten des Trägers (Details werden transparent geregelt)
  • Öffentlichkeitsarbeit durch Multiplikation von Terminen und Materialien

10. Kontakt und Transparenz

Der WAKK veröffentlicht grundlegende Informationen zu Zielen, Struktur, Angeboten und Ansprechpartnern. Kontaktwege, Mitmachmöglichkeiten und aktuelle Termine werden zentral kommuniziert.

Kontakt: Jörg Podlinski

E-Mail: wakk@waldritter-westerwald.de

Signal: Signal - Gruppenlink

Träger: Waldritter-Westerwald e.V.

Stand: 2026-01-18